Affenstark durch den Gutschein-Dschungel

Einfach Nein sagen lernen

Nein Sagen
Wer kennt sie nicht, diese Situationen, in denen wir eigentlich Nein sagen wollen, es dann aber doch nicht tun? Der Ärger hinterher ist oft groß, wir setzen uns unfreiwillig mit zusätzlichen Aufgaben unter Zeitdruck oder geben zu viel Geld aus, und kurz danach bereuen wir unsere Nachgiebigkeit. Wir haben das Gefühl, ausgenützt worden zu sein. Trotzdem fällt vielen von uns ein entschiedenes Nein schwer. Ob es der Chef mit einer Bitte ist oder ein Freund, ob es unsere Kinder sind oder die Nachbarin, der wir einen Gefallen tun sollen: Nein zu sagen ist nicht einfach. Zwei einfache Tipps machen es uns leichter, zu den eigenen Grenzen zu stehen. Wenn wir sie beherzigen, sind wir hinterher zufriedener mit uns selbst und auch mit unseren Zeitgenossen.

Ein kompromissloses Nein ist ehrlich, aber eben nicht immer möglich

Am liebsten würden wir manchmal eine Bitte ganz klar abweisen, ohne Wenn und Aber. Bei manchen Partnern oder Freunden ist dies auch selbstverständlich möglich. Allerdings kommt es dabei sehr auf die Situation und auf das Gegenüber an. Falls dein Chef dich um einen ungewöhnlichen Gefallen bittet, ist es vielleicht undenkbar, einfach nur Nein zu sagen. Auch bei andern Menschen würde es eventuell die Höflichkeit verletzen, sich völlig kompromisslos zu verhalten. Aber welche Alternativen gibt es?

Die Entweder- Oder- Falle führt uns in die Überforderung

Ein großes Problem besteht darin, dass wir sehr schnell denken, wenn wir Nein sagen, würden wir vom Gegenüber abgelehnt. Das kann sein, ist aber nicht zwangsläufig der Fall. Jedenfalls ist zu beobachten, dass Menschen, die zu schnell und zu oft Ja sagen, gerne auch ausgenützt und leider nicht immer ganz ernst genommen werden.

Daher sollten wir uns die innere Erlaubnis geben, nur dann Bitten zu erfüllen, wenn wir es wirklich wollen oder wenn es gar keine Alternative gibt. In allen anderen Fällen, vor allem dann, wenn wir den Eindruck haben, jemand macht es sich leicht auf unsere Kosten, sollten wir vorsichtig sein und uns nicht zu schnell aufs Helfen einlassen.

Tipp Nr. 1: Ein bedingtes Ja ist der erste Schritt auf dem Weg zum charmanten Neinsagen

Wer bei bestimmten Gelegenheiten nicht einfach Nein sagen kann, sollte die Möglichkeit nützen, mit einem bedingten Ja zu antworten. Das bedeutet, dass du demjenigen, der eine Bitte äußert, klar darlegst, unter welchen Bedingungen du die Bitte erfüllen wirst. Das könnte bedeuten, deinem Chef zu vermitteln, dass du für die zusätzliche Aufgabe ein bestimmtes Zeitkontingent brauchst oder dass du für dringende Überstunden gerne an einem anderen Tag frei nehmen würdest. Auch Kindern gegenüber gibt es die Möglichkeit, eine Gegenleistung einzufordern für die Erfüllung ihrer Wünsche.

Wenn ein Teenager sich zu seinen Freunden chauffieren lassen will, kann er dafür den Rasen mähen oder die Wohnung staubsaugen. Dadurch gleicht sich das Zeitkonto für dich wieder aus, und beiden ist geholfen.

Tipp Nr. 2: Ein zu schnelles Ja muss nicht sein

Eine große Falle besteht für die meisten Menschen darin, zu schnell Ja zu sagen. In den meisten Fällen ist auch eine Bedenkzeit möglich. Selbst eine halbe Stunde kann hier wichtig sein. In dem Moment, in dem du dir einen inneren Abstand verschaffst, erhöhst du für dich die Chance, zu deinen persönlichen Grenzen zu stehen. Nach der Denkpause kannst du immer noch Ja sagen oder eventuell Bedingungen stellen, unter denen du zur Wunscherfüllung bereit bist.

Das Gleichgewicht zwischen Geben und Nehmen ist wichtig

Für gute Beziehungen ist eine stabile Balance aus Geben und Nehmen wichtig. Dann fühlen sich alle Beteiligten wertgeschätzt und der Zufriedenheitsfaktor steigt.

Bildquelle: aboutpixel.de / Nein © Dawn Hänsch

Kommentare
Kommentar verfassen
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Copyright © 2007-2018 by Curido Marketing GmbH