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Google entwickelt künstliche Intelligenz

Laut der „New York Times“ befassen sich bereits seit Jahren Wissenschaftler im Auftrag des Suchmaschinenriesen Google in einem geheimen Labor mit der Entwicklung eines neuronalen Netzes, welches das menschliche Gehirn simulieren soll. Inzwischen scheint das Projekt erfolgreich: Das künstliche Gehirn erkennt Katzen.

Das von Google entwickelte neuronale Netz besteht aus 1.000 miteinander vernetzten Computern, welche mit 16.000 Prozessoren ausgestattet sind. Ziel des Projekts war, eine lernfähige Technologie zu schaffen, deren Funktionsweise der des menschlichen Gehirns entspricht. Nachdem mehrere Millionen Einzelbilder aus YouTube-Videos eingespielt wurden, waren die Computer schließlich in der Lage, eigenständig Katzen auf Bildern zu erkennen, ließ Google verlauten. Bei dem Experiment wurden Zufallsbilder aus 20.000 Kategorien eingespeist.

Das neuronale Netz ist lernfähig

Die mit dem Projekt beauftragten Forscher versichern, dass lediglich eine zufällige Auswahl an Bildern aus Videos eingespielt, jedoch keine Informationen zu den Objekten auf den Bildern manuell eingegeben wurden. Das Netz habe die Assoziationen selbst entwickelt, bis es schließlich in der Lage war, eine Katze als solche zu identifizieren. Damit imitiere das neuronale Netz die neurobiologische Funktionsweise des menschlichen Gehirns.

Das Ziel: Gesichtserkennung

Wie die Entwickler weiter ausführen, ging es bei dem Projekt in erster Linie um die Gesichtserkennung auf Bildern. Die Computer sollten durch Training in die Lage versetzt werden, eigenständig zu erkennen, ob auf Bildern Gesichter zu sehen seien. So könnten künftig Bilder im Internet gescannt und Gesichter gespeichert werden, um sie später auf anderen Bildern wiederzuerkennen. In der weiteren Entwicklung soll das künstliche Gehirn neben der Gesichtserkennung verstärkt auf Spracherkennung und Übersetzungen trainiert werden.

Geheimes Forschungslabor

Google hat für derartige Forschungsprojekte ein Labor eingerichtet: „Google X“. Dort wurden bereits verschiedene Technologien der Zukunft entwickelt, beispielsweise ein selbst fahrendes Auto – an der Herstellung war auch ein deutscher Experte beteiligt. Neben Google-Wissenschaftlern arbeiten auch Informatiker der kalifornischen Stanford University an dem neuronalen Netz. Die genauen Ergebnisse sollen demnächst in Edinburgh auf einer Konferenz vorgestellt werden.

Gegenwärtig wird bei Google X Gerüchten zufolge an 100 Projekten gearbeitet, eines soll bis zum Jahresende offiziell vorgestellt werden. Noch wird spekuliert, um das es sich dabei handelt: Ist es der mysteriöse Aufzug zum Mond oder vielleicht ein intelligenter Roboter?

Weiterentwicklung in Planung

Nachdem das neuronale Netz bereits in der Lage ist, Objekte auf Bildern zu identifizieren und verschiedene Verbesserungen in Arbeit sind, plant Google ein weiteres Projekt: Es soll eine Technologie entwickelt werden, die über verschiedene Algorithmen das menschliche Sehzentrum nachahmt. Eine Verknüpfung der verschiedenen Technologien könne dazu führen, dass Computer der menschlichen Intelligenz immer näher kommen, hoffen die US-amerikanischen Wissenschaftler.

Noch kannst du beruhigt sein: Die Größe des menschlichen Gehirns übersteigt das künstliche „Google-Hirn“ um etwa eine Million.

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