Affenstark durch den Gutschein-Dschungel

Was ist eigentlich das Internet?

Das Internet
Was ist das Internet und wem gehört es? Eine spannende Frage, die sich gar nicht so leicht beantworten lässt. Viele sind der Meinung, das Internet gehört uns allen, andere vermuten die Besitzrechte in den USA. Um zu klären, wem das Internet gehört, muss jedoch erst einmal definiert werden, was das Internet überhaupt ist. Gibt es „das“ Internet überhaupt?

Ein Netz, Domains und viele Inhalte

Wenn du im Internet surfst, chattest oder E-Mails verschickst, benutzt du einen Computer, der an ein Netz angeschlossen ist. Der gehört dir oder irgendeinem anderen Menschen. Wem gehört aber das Netz, das ja zweifelsfrei ein wesentlicher Teil des Internets ist? Nicht einmal das ist so einfach zu beantworten, denn es setzt sich weltweit aus vielen Rechnern und Telefonleitungen zusammen, ohne die ein Datenaustausch nicht möglich wäre. Sie gehören verschiedenen Unternehmen. Um untereinander Daten austauschen und diese auch an den richtigen Empfänger senden zu können, sind eindeutige Zuordnungen notwendig, die IP-Adressen. Jeder angeschlossene Computer und jede Webseite ist über eine bestimmte IP ansprechbar. Verwaltet werden diese Adressen durch Dienstleister, denen damit auch ein Teil des Internets gehören muss.

Hinzu kommen Unternehmen, die Internetzugänge anbieten und Speicherplatz für Webseiten vermieten. Zuguterletzt wären da noch die Organisationen, die die Domains wie beispielsweise „gutscheinaffe.de“ vergeben und die unzähligen Nutzer, die den angemieteten Speicherplatz mit Inhalten füllen und andere, die diese aufrufen und lesen. Jetzt kennst du viele Bestandteile, die zum Internet gehören. Was das Internet tatsächlich ist, ist damit aber immer noch nicht klar.

Das Internet gehört allen und keinem

Eines ist klar – genutzt wird das Internet von Privatpersonen und Unternehmen gleichermaßen. Einen Zugang, eine Domain und Online-Speicher kann jeder sein Eigen nennen, der entsprechende Verträge abschließt. Die veröffentlichten Inhalte sind natürlich das geistige Eigentum der Urheber, mehr Besitzrechte haben die jedoch auch nicht. Dir gehört also kein Teil des Internets, nur weil du über verschiedene Nutzungsmöglichkeiten verfügst.

Auch die zahlreichen beteiligten Dienstleister sind keine Besitzer des Internets, Ihnen gehören lediglich verschiedene Mittel, die ebenfalls der Nutzung des Internets dienen. Der Ursprung des weltweiten Netzes liegt zwar in den USA, auch die sind aber kein Eigentümer von diesem komplexen Gefüge. Sonst hätte man dort ja die Möglichkeit, das Internet quasi auf Knopfdruck ein- und auszuschalten. Das geht aber nicht.

Ein dezentrales, komplexes Gefüge

Die Idee, die hinter dem weltweiten Netz steckt, stammt aus Zeiten des Kalten Krieges, als die USA nach einer Möglichkeit suchten, für den Fall der Fälle eine funktionierende Kommunikationsmöglichkeit zu haben, die nicht einfach abgeschaltet werden kann. So gibt es also nicht einen zentralen Rechner, sondern Milliarden davon, die inzwischen über die ganze Welt verteilt sind und untereinander Daten austauschen.

Werden einige davon abgeschaltet, wirkt sich das nicht auf das Internet aus – es übernehmen einfach andere Rechner die Aufgabe. Auch, wenn das Netz in einem ganzen Gebiet ausfällt, ist damit nicht das Internet deaktiviert. Es wird lediglich einigen Menschen die Möglichkeit genommen, das Internet zu nutzen, es funktioniert aber ansonsten nach wie vor.

Fazit: Das Internet existiert lediglich als abstrakter Sammelbegriff, der niemandem gehört.

Bildquelle: aboutpixel.de / Internet © Tony Hegewald

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