Kranke oder plötzlich verstorbene Fische im Aquarium, die dann meist „im Porzellanexpress“ beerdigt werden. Keine seltene Situation in vielen Haushalten, die ihr Heim mit einem oder auch mehreren Unterwasserbiotopen schmücken. Meist wird der Besatz der Becken zwangsläufig im Laufe weniger Jahre häufiger komplett oder zumindest teilweise ausgetauscht. Ihre eigentliche Lebenserwartung erreichen die Tiere relativ selten. Grund dafür ist unter anderem häufig, zu wenig Wissen über die Bedürfnisse der Tiere und über die Wasserqualität im Aquarium.

Die richtige Beckengröße

Aquarien gibt es in allen Größen, vom winzigen 10-Liter-Becken bis hin zu Becken, die tausende von Litern fassen. Je nach Platz und eigenen Wünschen kann der ambitionierte Aquarianer hier ganz nach Belieben seine Wohnung gestalten. Jedoch sollte das Becken immer so bemessen sein, dass die Wasserbewohner auch über ausreichend Schwimmfläche verfügen. Als Grundsatz gilt: Becken für Zierfische sollten mindestens 54 Liter fassen, eine Grenze nach oben gibt es nicht. Besser ist mindestens die doppelte Wassermenge. Nicht alle Fische sind für solch kleine Becken geeignet. Wesentlich sind immer die Endgröße sowie die Persönlichkeit der jeweiligen Fischart. Ob ruhig oder lebhaft, streitlustig oder friedlich… alles Aspekte, die nicht nur in die Wahl der richtigen Beckengröße, sondern auch der Beckengenossen einfließen sollte.

Die richtige Wasserqualität

Das Wesentliche in einem Aquarium ist das Wasser. Jedoch gibt es auch hier Unterschiede, beispielsweise im ph-Wert und in der Wasserhärte. Nicht jeder Fisch, ist für jede Wasserqualität geeignet. Es lohnt sich daher vor dem Besatz die Werte des eigenen Leitungswassers in Augenschein zu nehmen und dann die entsprechenden Fische auszusuchen. Verträgt sich der gewünschte Besatz nicht mit den Werten des Leitungswassers, muss dieses gegebenenfalls durch entsprechende Zusätze ein wenig angepasst werden.

Damit ein Aquarium ein echtes Unterwasserbiotop werden kann, benötigt es außerdem Zeit, einzulaufen. Fische werden niemals sofort in ein neues Becken gesetzt, sondern immer erst nach einer Zeit von mindestens vier Wochen, besser sind sechs bis acht, in denen das Becken voll bepflanzt, mit Filter, Licht und Heizung einlaufen darf. Auch wenn so genannte Starterbakterien die Einlaufzeit verkürzen können, ist es auf lange Sicht doch von Vorteil, dem Aquarium diese Startzeit zu geben.

Der richtige Besatz

Die eingesetzten Zierfische müssen nicht nur für die Beckengröße und die eigenen Wasserwerte geeignet sein, sondern sollten auch untereinander harmonieren. Zu lebhafte Fische stressen ruhige schnell. Manche Fische sind stark revierbildend oder zupfen gerne an imposanten Flossen anderer Fischarten. Manche Fische vermehren sich sehr stark und es ist mitunter schwer, den Nachwuchs unterzubekommen. Ein guter Kompromiss ist die Beschränkung auf ein Geschlecht (wo möglich), ein Artenbecken oder ein Becken, das nur Fische aus einer bestimmten Region beherbergt, wie beispielsweise ein Amazonasbecken.

Die richtige Ernährung

Die meisten Fische werden mit Flockenfutter und Futtertabletten ernährt. Das geht einfach, ist eine saubere Lösung und verlangt keine große Beschäftigung mit der Thematik. Jedoch ist es für die Gesundheit der Fische in der Regel zuträglicher, auch bei der Ernährung nach Möglichkeit individuell auf sie einzugehen. So freuen sich pflanzenfressende Fische auch über etwas Gemüse oder fleischfressende über Lebend- oder Frostfutter.

Die richtige Beratung

Ganz wesentlich für ein funktionierendes Aquarium ist die Beschäftigung mit dem Thema Aquaristik an sich, mit der Wasserchemie und mit den Bedürfnissen der gepflegten Fische oder anderer Wasserbewohner. Eine gute Beratung ist hier Gold wert. Leider findet man diese in Zoofachgeschäften nur selten. Eine Alternative wären Aquaristik-Stammtische, Aquaristik-Foren oder jede andere Möglichkeit, um mit erfahrenen Aquarianern in Kontakt zu kommen.