Kätzchen sind süß, keine Frage, und es ist ein ganz besonderes Erlebnis Katzenkinder aufwachsen zu sehen. Zudem entscheiden sich viele Katzenliebhaber für Kitten, weil sie die Erziehung von Vornherein in die eigenen Hände nehmen möchten. Und daneben möchte man ja auch gerne lange Jahre Freude an den eigenen Tieren haben. Ältere Katzen werden daher gerade in Tierheimen oder bei Tierschutzorganisationen häufig übersehen. Besonders dann, wenn sie zudem auch noch „alltäglich“ gefärbt sind. Entsprechend ist es gerade für ältere Tiger, Kuhkatzen (schwarz-weiß) und Lackfellchen (schwarze Katzen) oft schwer, ein neues Zuhause zu finden. Das ist schade, spricht doch viel für ältere Tiere.

Mehr Ruhe und Gelassenheit

Wer sich Kitten oder allgemein jüngere Katzen in die eigenen vier Wände holt, hat Leben in der Wohnung. Kätzchen wollen spielen, toben und alles entdecken. Entsprechend muss man als Katzenhalter damit rechnen, dass in den wilden Jahren so einiges zu Bruch gehen wird. Ob das nun die geliebten Porzellanfiguren sind, Blumentöpfe samt der darin befindlichen Pflanzen oder andere Einrichtungsgegenstände, dass alles heil und an Ort und Stelle bleibt ist erfahrungsgemäß selten. Etwa ab einem Alter von zwei bis drei Jahren werden die meisten Katzen so langsam etwas ruhiger, was nicht heißen muss, dass ältere Tiere nicht mehr spielen würden. Hier kommt es, wie so oft, aus das Individuum und den jeweiligen Charakter an. Wer jedoch vornehmlich einen ruhigen Hausgenossen sucht, mit dem er oder sie gemütlich auf dem Sofa liegen und schmusen kann, ist mit einer älteren Samtpfote oft gut beraten.

Ausgeprägte Katzenpersönlichkeiten

Kitten sind immer irgendwo auch „Überraschungspakete“, bei denen man zwar einiges zur späteren Persönlichkeit absehen kann, aber dennoch nie so genau weiß, wie sich der Charakter der Tiere entwickelt. Bei einer älteren Katze ist die Persönlichkeit bereits ausgeprägt und Sie können abschätzen, ob es sich eher um einen ruhigen oder aktiven Vertreter seiner Art, um einen begeisterten Schmuser oder vielleicht doch eher eine zurückhaltende Katze handelt. Das ist insbesondere auch dann wichtig, wenn Sie sich Ihren neuen Hausgenossen gezielt aussuchen möchten, weil Sie beispielsweise einen Partner für Ihre bereits vorhandene Katze suchen.

Miteinander altern

Gerade ältere Katzenliebhaber scheuen sich häufig, noch einmal einem Kitten ein neues Zuhause zu geben, weil sie sich die Pflege einer jungen Katze nicht mehr zutrauen oder fürchten, diese bei einer Lebenserwartung von durchschnittlich 15 bis 20 Jahren nicht bis zum Ende pflegen und umsorgen zu können. Hier kann eine Seniorenkatze aus dem Tierschutz eine wunderbare Möglichkeit sein, dem Wunsch nach einer Samtpfote dennoch nachzugeben und miteinander zu altern.

Teilweise für die Einzelhaltung geeignet

Traurigerweise wurden viele Seniorenkatzen, die im Tierheim oder beim Tierschutz landen, Zeit ihres Lebens allein gehalten und akzeptieren in fortgeschrittenem Alter dann auch keine Artgenossen mehr in ihrem Revier. Gerade für Menschen, die partout nur mit einer Katze ihr Leben teilen möchten oder können, kann eine solche Katze eine passende Wahl sein, ohne dass eine eigentlich sozial verträgliche Katze unter der Einzelhaltung leiden müsste. Dennoch sollte in diesem Fall genügend Zeit für die Einzelkatze vorhanden sein.

Die Haltung von Seniorenkatzen gestaltet sich oft viel einfacher und unproblematischer, als das Zusammenleben mit Jungtieren.