Hundeblick

Zahlreiche Menschen erfreuen sich an der warmen Jahreszeit und möchten den Hund an ihren Aktivitäten teilhaben lassen.

Für Hunde kann die Hitze allerdings zur Qual oder gar lebensbedrohlich werden. Besonders im Auto ist Vorsicht angesagt, denn hier staut sie sich und das Fahrzeug kann zum reinsten Backofen werden.

Nie allein im Auto lassen

In den Sommermonaten sollte der Hund niemals alleine im Fahrzeug gelassen werden – auch nicht für kurze Zeit. Wo gerade noch Schatten ist, kann kurz darauf schon ein Platz in der prallen Sonne sein. In Minutenschnelle können die Temperaturen dann auf über 70 °C ansteigen: Bereits bei etwa 25 °C Außentemperatur heizt sich ein im Schatten geparktes Fahrzeug auf 32 °C auf, in der Sonne wird es gut 40 °C wärmer. Auch ein einige Zentimeter geöffnetes Fenster bringt keine nennenswerte Kühlung. Ebenso wenig ist es eine Alternative, den Hund auf einer Ladefläche des Autos sitzen zu lassen, denn hier kann er sich die Pfoten am Metall verbrennen.

Folgen für den Hund

Wird es zu warm, kann der Hund innerhalb weniger Minuten einen Hitzschlag erleiden. In einem Fahrzeug genügen bereits 15 Minuten, um dem Hund zu schaden! Ein Hitzschlag kündigt sich durch starkes Hecheln und großen Durst an, die Zunge kann sich dunkel färben, schließlich kommt es zu Kreislaufstörungen. Der Hund wird lethargisch, das Herz rast, möglicherweise bekommt er Fieber oder erbricht. Weitere Folgen können Koordinationsstörungen oder Hirnschlag sein, schlimmstenfalls verstirbt der Hund.

Nutzungshinweise: Diese Tabelle können Sie frei verwenden und auf Ihrer Webseite oder in Ihrem Blog einbinden. (CC BY 3.0 DE: zur freien Verwendung mit Quellenangabe: http://www.gutscheinaffe.de/tierschutz/hunde-im-sommer-nicht-im-auto-lassen).

Hitzeentwicklung im geschlossenen PKW nach A. Grundstein, University of Georgia 2010. Diese Infografik können Sie frei verwenden und auf Ihrer Webseite oder in Ihrem Blog einbinden. (CC BY 3.0 DE: zur freien Verwendung mit Quellenangabe: http://www.gutscheinaffe.de/tierschutz/hunde-im-sommer-nicht-im-auto-lassen).

Maßnahmen bei Hitzschlag

Im Falle eines Hitzschlags ist schnelle Hilfe angesagt: Der Hund muss sofort in den Schatten gebracht werden und benötigt Wasser. Trinkt er nicht mehr eigenständig, kann ihm dieses auf die Schnauze und in den Fang geträufelt werden. Wasser ist ebenfalls hilfreich, um den Hund zu kühlen. Ein feuchtes Handtuch auf dem Hinterkopf hilft ihm, sich zu regenerieren.

Auch Hals und Brust können gekühlt werden. Sinnvollerweise sollte außerdem umgehend ein Tierarzt verständigt werden, dieser kann den Hund stabilisieren und mit Elektrolyten versorgen. Handelt es sich um einen fremden Hund, ist außerdem der örtliche Tierschutzverein oder die Polizei zu verständigen.

Vorbeugen

Selbst, wenn der Hund nicht alleine im Auto verbleibt, kann es ihm zu warm werden. Er sollte unterwegs stets frisches Trinkwasser zur Verfügung haben. Bei Tieren mit langem Fell ist es grundsätzlich sinnvoll, dieses im Sommer zu kürzen. Wird ein Hund alleine in einem Fahrzeug bemerkt, sollte der Besitzer ausfindig gemacht werden, indem der Halter des Fahrzeugs beispielsweise im Geschäft ausgerufen wird.

Ist dies nicht möglich, sind ebenfalls der Tierschutz oder die Polizei die richtigen Ansprechpartner. Sowohl die Tierschutzorganisation PETA (http://www.peta.de/web/lassen_sie_ihren.594.html) als auch das Haustierzentralregister TASSO (http://www.tasso.net/Tierschutz/Aktionen/Hund-im-Backofen) geben jährlich kostenlos Informationsblätter heraus, die in Zoohandlungen und bei Tierärzten ausgelegt oder an den Windschutzscheiben von Fahrzeugen verteilt werden können.
Bildquelle: aboutpixel.de / Hundeblick © Anni M