Raubkatzen üben auf die Menschen schon seit jeher eine magische Anziehungskraft aus und wurden bereits in der Antike als Statussymbol oder als Jagdhelfer gehalten. Ob nun bei der Dressur im Zirkus, im Zoo oder auch für manche Menschen, die ein ganz besonderes Haustier ihr Eigen nennen möchten und sich dann (oft aus dubiosen Quellen) eine Raubkatze anschaffen. Doch was passiert mit den Tieren, wenn sie nicht mehr erwünscht sind, schlecht gehalten werden, dem Zirkus das Geld ausgeht oder sie aus anderen Gründen ein neues Zuhause suchen? Tierheime haben im Normalfall nur sehr begrenzte Möglichkeiten, Exoten aufzunehmen, und auch Zoos sind für ihre Arterhaltungsprogramme meist nur an Tieren interessiert, deren Abstammung sich genau verfolgen lässt.

Raubkatzenasyl

Das Raubtier- und Exotenasyl in Ansbach-Wallersdorf gibt genau solchen unerwünschten Gesellen ein neues Zuhause. So bewohnen die Einrichtung derzeit sechs Tiger, von denen drei in Wallersdorf zur Welt kamen, sowie Puma Pünktchen, Luchsdame Anubis, Karakalin Kalaharia, die Füchse Leo und Finja, die Rotgesichtsmakaken James und Nala, die Weißohropossums Crash und Eddie sowie diverse Frettchen und Kaninchen.

Träger der Einrichtung ist der gemeinnützige Raubtier- und Exotenasyl e. V., der 2007 gegründet wurde. Aufgabe des Vereins ist der Schutz der ihm anvertrauten Tiere, die Aufklärung und Bildung über exotische Tiere und den Tier-, Natur- und Umweltschutz. Das Asyl ist im deutschsprachigen Raum einzigartig und war für alle dort untergebrachten Tiere, die letzte Rettung. Bis auf einen fest angestellten Tierpfleger und einen Bundesfreiwilligendienstleistenden arbeiten alle Helfer dort ehrenamtlich. Pachtgelände und die damals bereits dort lebenden Tiere wurden 2009 von einem insolventen Tierschutzverein übernommen.

So können Sie das Raubtier- und Exotenasyl unterstützen

RaubkatzenasylDa sich der Verein rein aus Spenden, Mitgliedschaften und Patenschaften finanziert, können Sie mit solchen das Raubtier- und Exotenasyl unterstützen, damit die Tiere dort noch lange versorgt werden können.

Wenn Sie sich die Arbeit des Vereins und die dort untergebrachten Tiere außerdem einmal vor Ort ansehen möchten, haben Sie außerdem an jedem ersten Sonntag im Monat zwischen 13 und 17 Uhr Gelegenheit dazu. Während der stündlich stattfindenden Führungen erhalten Sie zahlreiche Informationen über die Geschichte der Tiere und deren Haltung in Wallersdorf (auch für Rohfütterer sehr interessant übrigens) und können die Tiger und die anderen Bewohner aus nächster Nähe betrachten. Wallersdorf befindet sich etwa 35 km südwestlich von Nürnberg.

Das Raubtier- und Exotenasyl im Web: www.raubkatzenasyl.de.