Kleines Kätzchen

Faszination Katze: Weltweit werden die schnurrenden Samtpfoten am 8. August von Liebhabern geehrt und gefeiert.
In zahlreichen Kulturen galten Katzen als heilig, heute zählen die Stubentiger mit 22 Millionen Haustieren, die in Deutschland gehalten werden, zu den beliebtesten Vierbeinern der Deutschen, bei denen die Hunde mit 5,4 Millionen Tieren auf dem zweiten Platz liegen. Wen wundert es da, dass sie einen eigenen internationalen Feiertag erhalten haben?

Internationaler Katzentag

Es gibt ihn seit 2002, den Weltkatzentag. Er wurde von Tierschützern ins Leben gerufen, der eigentliche Anlass ist heute umstritten. Auch in Deutschland setzen Liebhaber und zahlreiche Tierschutzorganisationen an diesem Tag mit verschiedenen Aktionen ein Zeichen für Katzen. Sie leben in zahlreichen Haushalten, aber auch die Tierheime sind voll von ihnen, daneben gibt es viele Streuner, die sich als wahre Überlebenskünstler erweisen. So erfreuen sich Katzenbesitzer an der Bereicherung, die ihr Leben durch die schnurrenden Samtpfoten erhält, Tierschützer machen auf das Leid der Katzen aufmerksam, denen das Leben bislang ein weniger schönes Schicksal beschert hat, andere Organisationen informieren über vom Aussterben bedrohte Wildkatzenarten.

Katzen lassen die Umgebung vibrieren

Was ist es, was die Katze so faszinierend und beliebt macht? Ist es ihr Unabhängigkeit, ihr bisweilen hypnotischer Blick, ihr Schnurren? Letzteres gibt der Welt Rätsel auf. Eine Katze schnurrt, wenn sie sich wohlfühlt, aber auch, wenn sie krank oder ängstlich ist. Wie Wissenschaftler herausgefunden haben, lässt das Schnurren einer Katze sie selbst, aber auch die Umgebung vibrieren.

Katzen als Heiler?

Auf viele Menschen hat das Schnurren eine beruhigende Wirkung. Wissenschaftler nahmen dies zum Anlass, die dabei ausgesandte Frequenz näher zu untersuchen. Sie liegt zwischen 25 und 28 Hertz beim Einatmen, beim Ausatmen zwischen 27 und 40 Hertz. Diese Schwingung wirkt, so fanden Forscher des nordamerikanischen „Fauna Communications Research Institute“ heraus, tatsächlich beruhigend, was wiederum den Blutdruck senken könnte. Außerdem begünstigt die Vibration die Ausschüttung des sogenannten Glückshormons Serotonin, was stimmungsaufhellend wirkt. Demnach könnte das Schnurren einer Katze heilsam für Menschen mit Bluthochdruck und Depressionen sein, während es bei gesunden Menschen zu einem ausgeglichenen Zustand beitragen kann. Ist dies nicht ein Grund mehr, die Katze besonders zu ehren?

Katzenschnurren kann noch mehr!

Da Katzen nicht nur ihr Wohlbefinden durch Schnurren ausdrücken, sondern dasselbe tun, wenn sie krank sind, wurden weitere Studien durchgeführt. Es gilt als erwiesen, dass ein Knochenbruch bei einer Katze relativ schnell heilt. Wissenschaftler vermuten, dass durch die Vibration die Muskeln und Organe der Katze in Schwingung versetzt werden. So könnten Schmerzen gelindert und durch die Anregung der Muskeln die Knochen gestärkt werden. Dies wäre möglicherweise auch in der Humanmedizin eine wertvolle Hilfe.

Bereits die Götter wussten es

In vielen Überlieferungen sind Gottheiten als Katzen dargestellt. In ägyptischen Tempeln galten sie als heilig und auch viele ostasiatische Heiligtümer sind mit Statuen und Bildnissen von Katzen geziert. Und heute? Wenngleich die Samtpfoten natürlich das ganze Jahr über gebührende Aufmerksamkeit verdienen, der Weltkatzentag bietet Gelegenheit, ihnen einmal besondere Ehre zu erweisen.

Bildquelle: aboutpixel.de / kleines Kätzchen © Dieter Beselt